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BCAAs - Anti-katabole Aminosäuren für mehr Muskelwachstum
BCAAs (Branched Chain Amino Acids), zu deutsch verzeigtkettige Aminosäuren, bestehen aus den drei essentiellen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin. Essentiell bedeutet, sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden, da sie der Körper nicht selber herstellen kann. Aufgrund ihrer Struktur, können sie nur in Verbindung miteinander ihre volle Wirkung entfalten. Der Grund ist das interagieren der angelagerten Methylgruppen.
Ein Nutzen von BCAAs ist der Schutz der Muskulatur vor Aminosäurenverlust, also Muskelabbau. Training bedeutet Stress für unseren Körper, es müssen viele verschiedene Stoffwechselvorgänge während des Sports erledigt werden. Dazu werden große Mengen Glutamin und Alanin aus den Muskeln heraus transportiert und für verschiedene Aufgaben eingesetzt. Zum Beispiel für die Glykogenproduktion oder den Abtransport von Ammoniak, ein Stoffwechselprodukt bei der Proteinsynthese. Stehen dem Körper zum richtigen Zeitpunkt BCAAs zur Verfügung, dann bildet er daraus neues Glutamin und Alanin, und der Abbau wird vermindert oder gar gestoppt. Dieser Prozess geschieht recht zügig, da BCAAs nicht in der Leber, sondern direkt im Muskelgewebe verstoffwechselt werden. Der Körper braucht somit nicht auf Muskelgewebe zurückgreifen um die nötigen Aminosäuren zur Verfügung zu stellen. Man kann von einem ausgeprägten anti-katabolen Effekt sprechen. Gute Einnahmezeitpunkte sind ca. 45 Minuten vor dem Sport und ca. 60 Minuten nach dem Sport. Es empfiehlt sich die Einnahme zusammen mit einer Mahlzeit. Ein doppelter Effekt entsteht, denn BCAA regen die Bauchspeicheldrüse zum vermehrten Ausstoß von Insulin an. Dadurch wird der Transport der Aminosäuren und aller anderen Nährstoffe verbessert. BCAAs dürfen im ständigen Supplementplan ernsthafter und ambitionierter Athleten nicht fehlen.
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